Die Kosten für den Friedhofsgärtner beziehungsweise die Friedhofsgärtnerei müssen selbstverständlich bezahlt werden. Doch wer muss für die laufenden Kosten der Grabpflege aufkommen? Bei dieser Frage ist zunächst einmal zwischen den Bestattungskosten und der Grabpflege durch die Friedhofsgärtnerei zu unterscheiden. Denn die Kosten für die Bestattung werden von den Erben, aus dem Nachlass des Verstorbenen und in Fällen der vollkommenen Abwesenheit von Verwandten oder Vermögen auch vom Staat übernommen. Grundsätzlich ist es allerdings wichtig die Kostenfrage frühzeitig zu klären, damit am Ende niemand auf den Kosten für den Friedhofsgärtner und die Grabpflege sitzen bleibt. Denn bei einem normalen Grab gehört die Pflege des Grabes zur Pflicht der Verantwortlichen.

Die Kosten für die Pflege durch den Friedhofsgärtner müssen durch den Nutzer beziehungsweise Eigentümer der Grabstelle übernommen werden. Das bedeutet unter anderem bei einer Erbengemeinschaft, dass die Person für die Kosten aufkommen muss, welche die Nutzungsberechtigung über das Grab erhält. Wurde die Grabstätte von der dort liegenden Person gekauft und ist die Grabstätte selbst somit Teil des Erbes, muss der Erbe den Friedhofsgärtner beauftragen und somit auch die Kosten zahlen. Andere Erben können somit nicht gezwungen werden, für die Kosten der Friedhofsgärtnerei aufzukommen.